Mit der Einführung der DVD wurden auch sogenannte "Regionalcodes" eingeführt, welche verhindern sollen, dass eine beispielsweise in Amerika gekaufte DVD in europäischen DVD-Laufwerken abgespielt werden kann. Dies hat im Hinblick auf die Wechselkursschwankungen durchaus einige praktische Vorteile und verhindert vor allem eine massive Bestellung von DVDs in einem bestimmten Kontinent. Auch bei der Einführung der Blu Ray Disc wurde wieder ein Regionalcode implementiert.

Die verschiedenen Regionalcodes im Überblick

Insgesamt gibt es drei verschiedene Regionalcodes: A/1 für Nord- und Südamerika (außer französische Überseegebiete), Japan, Taiwan, Korea, Südostasien und Hongkong, B/2 für Europa (einschließlich Grönland und französische Überseegebiete, ohne Russland), den nahen Osten, Afrika, Ozeanien und Australien, sowie C/3 für Indien, Nepal, Russland (inklusive europäischem Russland), China, Zentral- und Südasien.

Umgang mit Regionalcodes

Viele Filmstudios wie beispielsweise Times Warner verzichten auf den Einsatz von Regionalcodes, da sich bei der Einführung der DVD gezeigt hat, dass dieser wenig wirkungsvoll ist. Ungefähr 70 Prozent aller aktuell ausgelieferten Blu Ray Discs kommt ohne einen Regionalcode in den Handel. Hinzu kommt, dass die Überprüfung des Regionalcodes lediglich durch das Blu Ray Laufwerk erfolgt und nicht durch eine spezielle Software oder durch das Abspielgerät, weswegen es im Internet eine breite Spanne an gehackter Firmware für die verschiedensten Blu Ray Laufwerke gibt. Aus diesen Gründen ist zu erwarten, dass in Zukunft noch weitere Filmstudios auf den Einsatz von Regionalcodes verzichten und dieser in einem eventuellen Nachfolger der Blu Ray keine Berücksichtigung mehr findet.